
Wasser-Projekt
Damit der Weg zu sauberem Trinkwasser nicht mehr weit ist: Gemeinsam mit der einheimischen Bevölkerung entwickelten wir ein ausgeklügeltes System für die Wasserversorgung von 4 Dörfern und unterstützen sie beim Unterhalt sowie der Weiterentwicklung. Die Gegebenheiten vor Ort erschwerten uns die Arbeit – aber dies hielt uns nicht davon ab, das Projekt zu realisieren.
AUSGANGSLAGE
Die Region Hezya/Haraka verfügte weder über Wasserleitungen noch lieferte ein Tanklastwagen Wasser in die Dörfer – denn diese sind einfach zu abgelegen. Das Wasser für den täglichen Bedarf holten Frauen und Kinder aus Bächen und Flüssen. Allerdings sind diese Gewässer nicht nur weit entfernt, sondern auch teilweise verschmutzt und stellen so ein gesundheitliches Risiko dar. Mit dem ausgeführten Projekt ermöglichen wir vier Streudörfern mit circa 5000 Bewohnern Zugang zu sauberem Trinkwasser. Oberhalb der Siedlungen wird Quellwasser gefasst, das durch eine Leitung in gemauerte unterirdische Wassertanks fliesst – mit reiner Schwerkraft, denn ein Pumpsystem ist anfällig für Defekte. Die anschliessende Feinverteilung erfolgt durch die Wasserkioske in den Siedlungen. An diesen Wasserhähnen können die Menschen gegen einen Unkostenbetrag Wasser beziehen. Sauberes Wasser ist die wichtigste Lebensgrundlage – darum vermitteln wir auch die wichtigsten Hygienemassnahmen.
UNSER ENGAGEMENT
Nach sieben Jahren Bauzeit war es geschafft: Gemeinsam mit der einheimischen Bevölkerung haben wir 36 Kilometer Leitungen verlegt, rund 20 Wasserkioske, 4 Wassertanks, 43 Entlüftungs-/Reinigungsschächte sowie die Wasserfassung mit Sedimentierbecken fertiggestellt und in Betrieb genommen. Das haben wir gefeiert: Am Wasserfest in Namwangwa wurde das Wassersystem eingeweiht und in einer Zeremonie der einheimischen Bevölkerung übergeben. Nun ist das Wissen in den richtigen Händen: Nach der Schulung wird das Projekt von der Kooperative IHEHANA weitergeführt. Diese besteht aus einer Gruppe von Einheimischen, welche die Wasserqualität kontrollieren und für den Unterhalt sorgen. Mit den Einnahmen aus dem Wasserverkauf werden Reinigungsarbeiten sowie Ersatzteile finanziert, auch diese Arbeiten werden von den Einheimischen ausgeführt. Wir haben uns aus der operativen Leitung des Wasserprojekts zurückgezogen und unterstützen die Bevölkerung noch bei grösseren Problemen. Seit der Übergabe wurde das Projekt durch IHEHANA in Zusammenarbeit mit Wakina um ca. 2 km Leitung und 2 Wasserkioske erweitert.
2021 konnten wir einen weiteren Erfolg verzeichnen: In unserem Newsletter haben wir berichtet, dass wir für die Gemeinde Izumbi ein neues Wassersystem bauen möchten. Nachdem sich die bestehenden Wasserquellen leider als unbrauchbar herausgestellt hatten, kam uns eine neue Idee: Mittels Tiefenbohrung und über ein Pumpwerk soll der Zugang zum Grundwasserstrom gewährleistet werden. Der Bezug des Wassers erfolgt dann über zwei Wasserkioske, einer bei der Primarschule und einer beim zentralen Marktplatz. Die Arbeiten für den Brunnen begannen in der Trockenzeit im August und konnten im Oktober erfolgreich abgeschlossen werden. Wir freuen uns, dass wir den rund 500 Bewohnern von Izumbi nun einen sicheren Zugang zu Wasser gewähren können und danken der Stiftung we-help, die dieses Projekt vollumfänglich finanziert.
SO GEHT ES WEITER
In der Region sollen weitere Menschen mit Wasser versorgt werden: In der Gemeinde Izyira wurden die grossen Siedlungsteile durch ein Projekt der Regierung mit Trinkwasser versorgt. Im Ortsteil Mawelo mit ca. 500 Einwohnern besteht nach wie vor kein Trinkwasseranschluss und die Frauen und Kinder müssen weite Strecken gehen, um vom Fluss Wasser zu holen. Wakina wurde angefragt, ein Projekt für die Versorgung von Mawelo auszuarbeiten. Das bereits vorliegende Projekt sieht die Bohrung eines Grundwasserbrunnens und die Erstellung eines Reservoirs sowie 4 Abgabestellen vor. Wenn die Finanzierung klappt, werden die Einwohner von Mawelo im Jahr 2025 eine eigene Trinkwasserversorgung haben.
Die weiter östlich liegende Gemeinde Iwiji soll ebenfalls in naher Zukunft mit Wasser versorgt werden. Die grosse Herausforderung besteht darin, dass der Ort weit von unseren bestehenden Wasserquellen entfernt ist und daher neue Quellen gesucht werden mussten. Nach der Untersuchung von verschiedenen Quellen, vielen Versuchen und Tüfteleien sind wir nun fündig geworden und haben die nötigen Vorkehrungen wie Höhenaufnahmen und Ausmessungen vorgenommen. Es liegt nun ein Vorprojekt vor und wenn alles wie geplant weiterläuft, können wir das Projekt im Jahr 2026 umsetzen.
Unsere Wasserprojekte sind ausserdem ein grosser Erfolg, den wir gerne teilen: Bereits mehrere externe Organisationen haben uns besucht, um das Projekt kennenzulernen und die Idee zu übernehmen.
DIESES PROJEKT WURDE UNTERSTÜTZT DURCH
Karl Wilhelm Becker-Stiftung
Stiftung Clean Water – Georg Fischer AG
Und viele grosse und kleine Spender